mood: hoffnungsvoll/ instabil/ menschlich/ berührt
music: sia - wild ones

- To the best friend I ever had -

Hei, ich weiß genau wie du dich momentan fühlst, und auch wenn ich dich ständig leidend zutexte, kann ich dir nicht sagen wie sehr ich dich verstehe, nicht ohne zu verraten wie dunkel es zeitweise in mir aussieht. Wir reden und wir diskutieren, über Gott und die Welt, über das Leben und unsere Zeit - nichts desto trotz tappen wir im Dunkeln. Ich denke wirklich dass wir das "Große und Ganze" noch nicht annähernd verstanden haben. Denn wie du sicherlich schon ahnst, das Absolute kann man nicht verstehen, man kann es nur fühlen. Aber wie, wenn wir doch unsere ganze Energie in unseren Alltag stecken, nur an der Oberfläche kratzen? Du fragst dich was das damit zu tun hat?
Nun ich denke dass dieser ganze Stress unsere Emotionen raubt.
Ich jedenfalls fühle mich meist völlig kalt. Meine Emotionen sind unterdrückt während ich angespannt bin. Und das bin ich, bei der Arbeit, bei der Bewältigung des Alltags.
Dass irgendwann alles aus uns herausbricht scheint mir nur sehr natürlich. Wie ich dir bereits erklärt hatte, denke ich, dass die ganze Strucktur in der wir leben uns einfach krank macht.
Dafür sind wir nicht gemacht. Not at all.
Trotz meiner Jugend bin ich der Meinung schon alles gesehen zu haben. Ich sah das Licht, ich sah die Dunkelheit. Und ich weiß nicht ob ich dir jetzt nicht Unrecht tue aber ich ahne du hast das Selbe gesehen. Und wer das Licht sowie die Dunkelheit einst erblickte, trägt fortan beides, in ständigem Kampf, mit sich herum.

Es gibt in der Tat Momente in denen fühle ich dass ich am Leben bin, dann möchte ich schreien und toben, ich möchte weinen und mich mitteilen. Ich will den Moment festhalten, doch bevor ich reagieren kann zieht dieser vorrüber und hinterlässt nichts als einen nostalgischen Schauer, ein Schauer der mich durchfährt und mich an all die klaren Momente meines Lebens erinnert. Bevor ich diese fassen kann bin ich zurück in meiner leblosen Realität.

Von Zeit zu Zeit frage ich mich ob wir nicht glücklicher wären wenn die Welt weniger subjektiv wäre. Wenn unsere Gedanken keinen Einfluss auf die Realität hätten. Wenn wir die Welt so sähen wie sie ist.



9.3.12 00:21


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